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	<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 13:18:03 +0000</pubDate>
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		<title>Kommando SES - Einsatz in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 17:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Das medienb&#252;ro dortmund steht seit etlichen Jahren immer wieder f&#252;r umfangreiche und au&#223;ergew&#246;hnliche Reportagen.
&#160;
Im Mai 2009 hie&#223; es, mit der Luftwaffe nach Mazar e Sharif in Afghanistan zu fliegen. Das Ziel: Die Soldaten des Kommando SES der Bundeswehr bei ihren Aufgaben im&#160;Rahmen des NATO-Einsatzes zu besuchen und von ihrem harten Einsatz zu berichten.
&#160;
Kommando SES - [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: larger;">Das medienb&uuml;ro dortmund steht seit etlichen Jahren immer wieder f&uuml;r umfangreiche und au&szlig;ergew&ouml;hnliche Reportagen.</span></p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Im Mai 2009 hie&szlig; es, mit der Luftwaffe nach Mazar e Sharif in Afghanistan zu fliegen. Das Ziel: Die Soldaten des Kommando SES der Bundeswehr bei ihren Aufgaben im&nbsp;Rahmen des NATO-Einsatzes zu besuchen und von ihrem harten Einsatz zu berichten.</p>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: x-large;">Kommando SES - Einsatz in Afghanistan</span></p>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Da es sich um eine Auftragsproduktion f&uuml;r das Rettungs Magazin handelt, steht die Publikation in der n&auml;chsten Ausgabe des Magazins im Vordergrund. Wir bitten um Verst&auml;ndnis, dass die Reportage erst nach Erscheinen im Rettungsmagazin an dieser Stelle ver&ouml;ffentlicht wird.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Hier vorab schon einmal einige Impressionen:</p>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img alt="" style="width: 492px; height: 327px;" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/Gruppenfoto.JPG" /></p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Mitglieder des Kommando SES vor ihren Rettungswagen - zum Einsatz kommen meist nur schwer gepanzerte Fahrzeuge wie Duro oder der Panzer Fuchs. Aus guten Gr&uuml;nden.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img alt="" style="width: 496px; height: 329px;" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/Panorama Nordafghanistan.JPG" /></p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Wer glaubt, Afghanistan bestehe nur aus Sand und Staub - der irrt: Das Panorama im Norden am Hindukusch kann atemberaubend sch&ouml;n sein.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img alt="" style="width: 537px; height: 357px;" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/Gel&auml;nde sichern.JPG" /></p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Trainingsalltag f&uuml;r die Soldaten: Das rechtzeitige Aufsp&uuml;ren von Sprengfallen, mit denen meist Konvois angegriffen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img alt="" style="width: 525px; height: 350px;" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/&Uuml;berblick behalten.JPG" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Reportage mal anders: Obacht und &Uuml;berblick behalten stehen hier auch f&uuml;r Journalisten im Vordergrund.</p>
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		<title>Stadtväter? Stadtmütter? Stadteltern?</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 12:44:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Steffens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glossen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sticht Ihnen, meine sehr verehrten Leserinnen und Leser, auch mitunter diese Textverzerrende Voranstellung der weiblichen Form dornengleich ins Auge? In der pers&#246;nlichen Anrede - gern, immer, es lebe die H&#246;flichkeit!&#160;
&#160;
Aber m&#246;chten Sie sich etwa durch den Text eine(er/s) Autor(in/s) qu&#228;len, beim dem Sie als geneigte(r) Leser(in) st&#228;ndig &#252;ber Stolpersteine&#160; &#252;bereifriger Sprachgleichstellungsbeauftragter(innen) straucheln? 
&#160;
Glauben Sie mir, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sticht Ihnen, meine sehr verehrten Leserinnen und Leser, auch mitunter diese Textverzerrende Voranstellung der weiblichen Form dornengleich ins Auge? In der pers&ouml;nlichen Anrede - gern, immer, es lebe die H&ouml;flichkeit!&nbsp;</p>
<p><o:p>&nbsp;</o:p></p>
<p>Aber m&ouml;chten Sie sich etwa durch den Text eine(er/s) Autor(in/s) qu&auml;len, beim dem Sie als geneigte(r) Leser(in) st&auml;ndig &uuml;ber Stolpersteine&nbsp; &uuml;bereifriger Sprachgleichstellungsbeauftragter(innen) straucheln? <o:p></o:p></p>
<p><o:p>&nbsp;</o:p></p>
<p>Glauben Sie mir, die innere Zerrissenheit um politische Korrektheit vieler Journalistinnen und Journalisten, Redakteur/-innen, Autor(innen)en und VerlegerInnen ist gro&szlig;. Was schreiben wir nun? Stadtv&auml;ter, Stadtm&uuml;tter oder Stadteltern? D&uuml;rfen wir noch von Hebammen und Politessen schreiben, oder hei&szlig;t es im Zuge der Gleichberechtigung Geburtshelfer/innen und Parkraum&uuml;berwacher/innen? Sie sehen, die Not ist nicht gering.<o:p></o:p></p>
<p><o:p>&nbsp;</o:p></p>
<p>Doch so manch &uuml;bertriebene Forderung nach sprachlicher Gleichstellung l&auml;sst uns die Finger auf die Bremstaste der Tastatur dr&uuml;cken, um auf der Stra&szlig;e der Lesbarkeit das Generische Maskulinum &uuml;ber den Fu&szlig;g&auml;ngerinnen&uuml;berweg zu winken. Ihnen zuliebe, den Lesern. Zugunsten der Lesefreude. Sonst bekommen wir noch einen Knoten in der Kugelschreiberin; und Sie einen in Ihrem Lesebriller. <o:p></o:p></p>
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		<title>Mit gleicher Münze</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 12:41:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Steffens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glossen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gehen Ihnen auch diese windigen Telefonanschlussoptimierer auf die Nerven? F&#252;hlen Sie sich auch geg&#228;ngelt, wenn man ungefragt bei Ihnen daheim klingelt und versucht, Sie davon zu &#252;berzeugen, wie ach so billig Tefonieren bei der angepriesenen Telefongesellschaft sein k&#246;nnte?
&#160;
Dann ist es Zeit, zur&#252;ck zu schlagen! Zahlen Sie es diesen St&#246;renfrieden mit gleicher M&#252;nze heim. Zerren Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gehen Ihnen auch diese windigen Telefonanschlussoptimierer auf die Nerven? F&uuml;hlen Sie sich auch geg&auml;ngelt, wenn man ungefragt bei Ihnen daheim klingelt und versucht, Sie davon zu &uuml;berzeugen, wie ach so billig Tefonieren bei der angepriesenen Telefongesellschaft sein k&ouml;nnte?</p>
<p><o:p>&nbsp;</o:p></p>
<p>Dann ist es Zeit, zur&uuml;ck zu schlagen! Zahlen Sie es diesen St&ouml;renfrieden mit gleicher M&uuml;nze heim. Zerren Sie bei der n&auml;chsten sich bietenden Gelegenheit einen dieser Tagediebe samt seinem Klemmbrett direkt an Ihren K&uuml;chentisch und betonen Sie, wie reizend Sie das finden, dass Ihnen mal wieder jemand zuh&ouml;rt. Schlie&szlig;lich k&ouml;nne man mit den Nachbarn gar nicht mehr reden, seit die einen gro&szlig;en Bogen um Sie machen&#8230;Berichten Sie ohne Punkt und Komma, wie schlecht doch die Welt sei und ach so b&ouml;s die Menschen. <o:p></o:p></p>
<p><o:p>&nbsp;</o:p></p>
<p>Dr&uuml;cken Sie auf die Tr&auml;nendr&uuml;se, bis der arme Tropf kn&ouml;cheltief in salzigem Wasser sitz. Unterbrechen Sie ihren Redeschwall nur, um ihn zu fragen, ob er auch immer diese Stimmen und Ger&auml;usche h&ouml;re, und steigern Sie sich in jede noch so haneb&uuml;chene Verschw&ouml;rungstheorie hinein.<o:p></o:p></p>
<p><o:p>&nbsp;</o:p></p>
<p>Halten Sie durch! Irgendwann bricht auch der h&auml;rteste Telefonanschlussverk&auml;ufer ein und verl&auml;sst fluchtartig mit wehenden Haaren auf Nimmerwiedersehen Ihre Wohnung. Werfen Sie ihm sein Klemmbrett hinterher und warnen Sie ihn vor den Nachbarn: Die sind n&auml;mlich alle eine wenig verr&uuml;ckt hier!<span style="font-family: Verdana;"><o:p></o:p></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Über den Dächern von Mainz - Eine Reportage über die Höhenretter des ASB</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 12:28:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Steffens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Blog]]></category>

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&#160;
&#160;
Nach rund drei Jahren Vorbereitung und unz&#228;hligen &#220;bungen ist es nun soweit: Die H&#246;henrettungsgruppe (H&#214;REG) der SEG vom ASB-Kreisverband Mainz-Bingen meldet sich offiziell einsatzbereit.
&#160;
Es gibt wohl kaum ein Szenario, das die H&#214;REG in den letzten drei Jahren nicht ge&#252;bt hat: Ob Hochh&#228;user, Baukr&#228;ne oder die Rheinbr&#252;cken &#8211; kein hohes Objekt im n&#228;heren Umkreis, das von [...]]]></description>
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<p><![endif]--></p>
<p style="text-align: center;" class="MsoNormal"><i style=""><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2376.jpg"><img height="225" width="300" class="size-medium wp-image-169" title="dscn2376" alt="H&Ouml;REG ASB Mainz" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2376-300x225.jpg" /></a></span></i></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><i style=""><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Nach rund drei Jahren Vorbereitung und unz&auml;hligen &Uuml;bungen ist es nun soweit: Die H&ouml;henrettungsgruppe (H&Ouml;REG) der SEG vom ASB-Kreisverband Mainz-Bingen meldet sich offiziell einsatzbereit.</span></i><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Es gibt wohl kaum ein Szenario, das die H&Ouml;REG in den letzten drei Jahren nicht ge&uuml;bt hat: Ob Hochh&auml;user, Baukr&auml;ne oder die Rheinbr&uuml;cken &ndash; kein hohes Objekt im n&auml;heren Umkreis, das von den H&ouml;henrettern aus Mainz nicht bezwungen worden w&auml;re. Ob mit Schleifkorb, Rettungsdreieck oder Gurtsystem - mit einem Erfahrungsschatz von mehr als 300 &Uuml;bungseins&auml;tzen und entsprechender Ausr&uuml;stung im Gep&auml;ck ist die Untergruppe des ASB Mainz inzwischen routiniert genug, um seit Beginn 2007 auch von offiziellen Stellen angefordert werden zu k&ouml;nnen.<b style=""><o:p></o:p></b></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><b style=""><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></b></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Begonnen hat alles im Februar 2004. Angeregt durch eine bundesweite Ausschreibung &bdquo;Neue Projekte&ldquo; des ASB-Bundesverbandes begann die Idee bei den Samaritern zu reifen, die vorhandenen Ressourcen der Mainzer Einsatzkr&auml;fte durch eine H&ouml;henrettungsgruppe zu erg&auml;nzen. Der Standort am Rhein schien daf&uuml;r ideal; immerhin findet sich erst in Gie&szlig;en wieder eine medizinische H&Ouml;REG, gestellt von den Johannitern. Noch im selben Jahr ging es f&uuml;r acht Mitglieder der SEG nach N&uuml;rnberg, um dort bei der BF die entsprechende Ausbildung nach den Richtlinien der AGBF zu absolvieren. Im Jahr darauf folgten weitere sechs Mitglieder der ASB-SEG dem Beispiel ihrer Kollegen und wollten ebenfalls hoch hinaus. Insgesamt h&auml;ngen bei der H&Ouml;REG zurzeit sechs weibliche und zehn m&auml;nnliche Helfer regelm&auml;&szlig;ig in den Seilen, inklusive Notarzt. <o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Wer hoch hinaus will, braucht Geduld<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Die Anforderungen an Bewerber: So hoch wie die Geb&auml;ude, von denen sie sich sp&auml;ter abseilen. Unter einem Mindestalter von 18 Jahren geht bei den Mainzern nichts. Und erst nach einem ausf&uuml;hrlichen Vorgespr&auml;ch d&uuml;rfen Bewerber zum arbeitsmedizinischen Gesundheitscheck nach G 41, G 26.3 und G 25 der Berufsgenossenschaft, um sich f&uuml;r k&ouml;rperlich geeignet erkl&auml;ren zu lassen. Wer sich dann noch als schwindelfrei und h&ouml;hentauglich erweist, hat die Chance auf eine Probezeit. Eine zeitliche Grenze nach oben gibt es nicht, jedoch m&uuml;ssen Bewerber mindestens sechs Monate Geduld mitbringen, bis &uuml;ber eine Aufnahme entschieden wird. Milton Scheeder, Mitbegr&uuml;nder und Ausbilder der H&Ouml;REG, erkl&auml;rt die harten Kriterien: &bdquo;Unsere gesamte Arbeit beruht auf Vertrauen. Ein Bewerber muss ins Team passen, sonst macht es keinen Sinn. Profilneurotiker und Alleing&auml;nger sind bei uns falsch, hier muss sich jeder zu jeder Zeit blind auf den anderen verlassen k&ouml;nnen. Fehler k&ouml;nnen wir uns einfach nicht erlauben, denn die k&ouml;nnen hier sehr schnell t&ouml;dlich enden!&ldquo;<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Doch wer glaubt, die Mainzer Samariter haben mit der H&Ouml;REG eine in sich geschlossene Eliteeinheit aufgebaut, liegt falsch: Im Gegenteil, die Klettertruppe gibt sich erfreulich offen, von H&ouml;henflug keine Spur. Darauf legt Malte Sch&uuml;trumpf, der seit Beginn 2007 die Leitung von Scheeder &uuml;bernommen hat, gro&szlig;en Wert: &bdquo;Wir sind zu allererst Mitglieder der SEG. Und auch ein H&ouml;henretter darf sich nicht zu schade daf&uuml;r sein, Zelte mit aufzubauen und &uuml;bliche Arbeiten zu verrichten.&ldquo;<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Die Ausbildung ihrer Truppe nehmen die Samariter inzwischen in die eigene Hand. Unter der Leitung von Milton Scheeder geht es f&uuml;r Anf&auml;nger zun&auml;chst an Knoten- und Materialkunde und sp&auml;ter die H&ouml;hengew&ouml;hnung. Schritt f&uuml;r Schritt lernen Neulinge mit ihrer Lebensversicherung umzugehen und das f&uuml;r Laien un&uuml;bersichtliche Gewirr aus Karabinern, Bandschlingen und Seilen in ein funktionierendes System zu verbinden. Wenn alle Handgriffe sitzen, werden die<span style="">&nbsp; </span>Novizen das erste Mal ins Seil geh&auml;ngt, um ein Gef&uuml;hl daf&uuml;r zu bekommen, wie es ist, wenn man sein Leben in die H&auml;nde eines anderen begibt.</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2379.jpg"><img height="225" width="300" class="alignnone size-medium wp-image-170" title="dscn2379" alt="" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2379-300x225.jpg" /></a></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="">&nbsp;</span>&bdquo;Erst nachdem sich die Helfer bew&auml;hrt haben, k&ouml;nnen sie bei uns die Ausbildung zum H&ouml;henretter machen&ldquo;, erkl&auml;rt der Leiter des ASB- Aus- und Weiterbildungszentrums, Karl-Heinz Ullrich. Mindestens 80 Stunden Ausbildung und zehn Objekte haben die Anw&auml;rter hinter sich, bevor sie zur Pr&uuml;fung vorgelassen werden &ndash; dann m&uuml;ssen sie m&uuml;ndlich, schriftlich und praktisch zeigen, dass sie das Gesch&auml;ft verstanden haben. Wer es bis zur Ausbildung geschafft hat, kommt in aller Regel auch durch die Pr&uuml;fungen, hat die Erfahrung der Ausbilder gezeigt. &bdquo;Die Motivation der Leute ist immens gro&szlig;, und wer f&uuml;r die H&ouml;henrettung &ndash; aus welchen Gr&uuml;nden auch immer &ndash; nicht geeignet ist, merkt das in der Regel bereits in der Probephase.&ldquo;<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Erfahrung und Know-how wollen die Mainzer jedoch nicht allein f&uuml;r sich behalten. &bdquo;Auf Anfrage k&ouml;nnen sich auch Helfer anderer Organisationen auf die Lehrg&auml;nge bewerben&ldquo;, betont Ullrich. Wichtig f&uuml;r die Samariter: Die Pr&uuml;fung wird grunds&auml;tzlich von externen Fachleuten abgenommen. So sei sicher gestellt, dass ein hohes Niveau in der Ausbildung gehalten werde, so Ullrich. <o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 16pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Erst versorgen, dann retten<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Im Gegensatz zu anderen H&ouml;henrettungsgruppen m&ouml;chten die Mainzer Samariter jedoch nicht auf eine notfallmedizinische Versorgung der Patienten verzichten. Der &uuml;berwiegende Teil der Rheinhessenalpinisten hat die Ausbildung zum RS oder sogar zum RettAss. &bdquo;Wir zwingen niemanden dazu, eine medizinische Ausbildung zu machen&ldquo;, erkl&auml;rt Sch&uuml;trumpf, &bdquo;doch wer hoch zum Patienten will, muss mit dem Notfall-Equipment auch umgehen k&ouml;nnen.&ldquo; Um Patienten ad&auml;quat Erstversorgen zu k&ouml;nnen, hat die<span style="">&nbsp; </span>H&Ouml;REG stets einen abgespeckten Notfallrucksack sowie ein Leardal Heartstart 4000 Halbautomat und eine Akkuvac Elektronic von Weinmann mit im Gep&auml;ck; ansonsten w&uuml;rde von der Rettung der Patienten bis zur medizinischen Versorgung durch Bodengebundene Rettungskr&auml;fte einfach zuviel wertvolle Zeit vergeudet. Selbst bei g&uuml;nstigen Bedingungen ist ein Abseilen &ndash; ob mit dem Schleifkorb oder mit Gurten &ndash; unter 20 Minuten kaum m&ouml;glich.<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 16pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 16pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">&bdquo;Die beste Motivation ist der Spa&szlig; an der Sache&ldquo;<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Um f&uuml;r den Ernstfall gut ger&uuml;stet zu sein, verbringen die H&ouml;henretter viel Zeit mit ihrem Ehrenamt. Jeden Mittwoch treffen sich die insgesamt 25 Mitglieder der SEG zu Fortbildungen, wobei ein Teil des Abends stets dem Thema H&Ouml;REG vorbehalten ist. Wer als First Responder eingesetzt wird, sammelt zus&auml;tzlich auf dem RTW die n&ouml;tige notfallmedizinische Erfahrung. Um die Belange rund ums Thema Personalfragen k&uuml;mmert sich Gruppenleiterin Sabine Lipp. &bdquo;Die beste Motivation f&uuml;r unser Team ist der Spa&szlig; an der Arbeit&ldquo;, erkl&auml;rt die Sozialp&auml;dagogin, &bdquo;wir versuchen, den Zusammenhalt der Gruppe auch &uuml;ber die dienstliche Zeit hinaus mit Gemeinschaftsaktivit&auml;ten zu festigen.&ldquo; <o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Ein Konzept, das aufgeht. Der Umgang ist herzlich, es wird viel gelacht &ndash; miteinander, nicht &uuml;bereinander. Auch in ihrer Freizeit verbringt die SEG-Abteilung viel Zeit zusammen; ob es gemeinsam zum Bowling geht oder bodenst&auml;ndig gekocht wird &ndash; hier verderben viele K&ouml;che nicht den Brei. Auch w&auml;hrend und nach den &Uuml;bungen ist eine gute Verpflegung &uuml;brigens ein wichtiger Punkt. &bdquo;Wer schon ohne Aufwandsentsch&auml;digung bei Wind und Wetter an Fassaden h&auml;ngt, braucht danach wenigstens einen hei&szlig;en Kaffe und etwas im Magen&ldquo;, macht die 25-J&auml;hrige deutlich. Hungriger Bauch klettert halt nicht gern&#8230;<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">&bdquo;Die beste Lebensversicherung ist die Sicherheit &ndash; und die kommt nur durch Routine&ldquo;<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Zehn Stunden aktiv im Seil stehen f&uuml;r jeden mindestens pro Jahr auf der Liste; immerhin sind daf&uuml;r rund 100 &Uuml;bungsstunden n&ouml;tig. F&uuml;r die H&ouml;henspezialisten jedoch kein Problem, denn an den meisten Wochenenden w&auml;hrend eines Jahres haben sie Gelegenheit, an ausgesuchten Objekten zu trainieren. Dabei versuchen Scheeder und Sch&uuml;trumpf, immer wieder ausgefallene Spots zu organisieren. &bdquo;Meist haben wir Gl&uuml;ck, und die Unternehmen, an deren Masten, B&uuml;rogeb&auml;uden oder Fassaden wir &uuml;ben wollen, unterst&uuml;tzen uns dabei recht unkompliziert. Allerdings betonen wir immer, dass unsere Versicherung auch greift, falls etwas passiert oder versehentlich etwas durch unser Verschulden zu Bruch geht&ldquo;, erkl&auml;rt Scheeder. &bdquo;Das war bislang jedoch noch nicht der Fall.&ldquo;</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2352.jpg"><img height="235" width="300" class="alignnone size-medium wp-image-171" title="dscn2352" alt="" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2352-300x235.jpg" /></a></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Einer der Lieblingspots sind zwei der h&ouml;chsten Geb&auml;ude im Umkreis, die<span style="">&nbsp; </span>Bonifazius T&uuml;rme in der Innenstadt von Mainz. Mit ihren knapp 95 Metern H&ouml;he f&uuml;r die Seilspezialisten immer wieder eine Herausforderung. Auch dieses Wochenende stehen die &bdquo;Twin Tower&ldquo; wieder auf dem Programm. Die H&Ouml;REG l&auml;dt ein; ausnahmsweise darf ein Reporter heute auf eigene Verantwortung mit auf das Dach, um die &Uuml;bung aus n&auml;chster N&auml;he zu beobachten. <o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Ge&uuml;bt wird ein Szenario, wie es in Deutschland bereits in der Vergangenheit geschehen ist: Ein Fassadenreiniger sitzt in seinem defekten Arbeitskorb an einem der obersten Stockwerke fest und muss gerettet werden. Seltener Luxus f&uuml;r die H&ouml;henretter: Ein Fahrstuhl bringt uns fast bis auf das Dach, die Mannschaft beginnt umgehend mit der Einsch&auml;tzung der Lage. Schnell ist klar: Einer muss runter zum Patienten, ihn sichern und von dort aus zum Boden abseilen.</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2393.jpg"><img height="200" width="150" class="alignnone size-medium wp-image-172" title="dscn2393" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2393-225x300.jpg" alt="" /></a><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Um die Seile gegen Abrieb zu sch&uuml;tzen, werden Gummimatten auf die raue Betonbr&uuml;stung gelegt. In dem eingespielten Team &uuml;bernimmt jeder seine Aufgabe f&uuml;r den Aufbau, jeder Handgriff sitzt. Der Wind peitscht uns um die Ohren, ein leichtes L&uuml;ftchen ist etwas anderes. Zum ersten Mal kommt mir der Gedanke, ob es eine gute Idee war, nicht besser am Boden geblieben zu sein. Weder bin ich schwindelfrei, noch bin ich mit einer gewissen Tendenz zur H&ouml;henangst hier oben richtig. <o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Ich werde mit einem Dynamikseil an Becken- und Brustgurt gesichert und wage einen Blick &uuml;ber die Br&uuml;stung. Der Blick in knapp 90 Meter Tiefe nimmt mir die Luft. Schwindelgef&uuml;hl und weiche Knie lassen mich taumeln. Keine gute Idee das alles. Eine Hand zieht mich sanft nach hinten, ich sehe verschwommen in ein Gesicht mit Helm. &bdquo;Lieber auf den anderen Turm f&uuml;r die Bilder?&ldquo; Ich nicke.<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Fahrstuhl runter, &uuml;ber den Innenhof, Fahrstuhl wieder rauf. </span><st1:personname><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Sebastian</span></st1:personname><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"> Rech steht auf dem Zwillingsturm und holt per Telefon das aktuelle Wetter ein. Schwere Regenwolken ziehen auf. &bdquo;Wir sind jetzt bei Windst&auml;rke 7 mit Gewitterwarnung, wir m&uuml;ssen uns beeilen. Das letzte, was wir riskieren, ist, selbst vom Blitz getroffen zu werden. Eigenschutz geht vor!&ldquo;<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Das Gewitter zieht vorbei, die Aktion kann weiter gehen. Nach etwa 10 Minuten sind Retter und Patient, simuliert von einem Teamkollegen in blauem Overall, sicher am Boden angekommen. Getr&auml;nke und Br&ouml;tchen f&uuml;r alle. Wer &uuml;brigens rauchen m&ouml;chte, muss vorher aus der Montur, sonst droht ein Gewitter, in diesem Fall nicht von oben, sondern von Sch&uuml;trumpf: &bdquo;Der Schmelzpunkt der Nylongurte, die wir benutzen, liegt bei etwa 200 Grad Celsius&ldquo;, erkl&auml;rt der 34-J&auml;hrige, &bdquo;die Glut einer Zigarette hat &uuml;ber 800.&ldquo; &Uuml;berzeugend.<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Einer darf den Kran auch fahr`n<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p></o:p></span><span style="font-family: Verdana;"><o:p><br />
</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Als n&auml;chstes steht der Kran einer Baustelle auf dem Programm. Eine realistische Einsatzm&ouml;glichkeit; keine Drehleiter k&ouml;nnte auf dem Baugel&auml;nde nah genug an den 35-Meter-Kran heran, um den Kranf&uuml;hrer aus seinem F&uuml;hrerhaus zu retten. Eigentlich eine Standartsituation f&uuml;r die H&Ouml;REG, doch diesmal spielt niemand aus dem Team den Patienten, der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kranfirma hat sich bereit erkl&auml;rt, den Kranf&uuml;hrer eine &Uuml;berstunde machen zu lassen. Freiwillig, versteht sich. Z&uuml;gig klettert der erste Mann mit dem Notfall-Equipment nach oben und checkt die Lage. Erste Diagnose: Verdacht auf Kn&ouml;chelfraktur links. Kurz darauf kommt &uuml;ber den 2-Meter-Funk die Entscheidung f&uuml;r die &bdquo;Rettungswindel&ldquo;. </span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn24341.jpg"><img height="225" width="300" class="alignright size-medium wp-image-174" title="dscn24341" alt="" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn24341-300x225.jpg" /></a><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Drei weitere H&ouml;henretter steigen bei eisigem Wind und Regen mit dem Material &uuml;ber die Leiter im Kranger&uuml;st nach oben. Gewicht pro Seilrucksack: Rund 25 Kilo. Ich beschlie&szlig;e, die Szene diesmal aus einer anderen Perspektive zu beleuchten. Von unten. Der Rest ist f&uuml;r die Seilsamariter Routine. In wenigen Minuten werden Kranf&uuml;hrer und Betreuer von den Kollegen auf dem Kran &uuml;ber das Gel&auml;nder gef&uuml;hrt. <o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Scheeder beobachtet das Geschehen: &bdquo;Die beiden sind doppelt gesichert: Am statischen Seil h&auml;ngt immer die Last, ein dynamisches Seil dient zur Absicherung, falls etwas passieren sollte. Dann fallen beide ins zweite Seil&ldquo;. Er wendet den Kopf in meine Richtung und zwinkert. &bdquo;Ist aber noch nie passiert.&ldquo; </span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2450.jpg"><img height="150" width="200" class="alignnone size-medium wp-image-175" title="dscn2450" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2450-300x225.jpg" alt="" /></a><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Oben am Kran haben die Helfer vorher das Abseilger&auml;t montiert. Kriterien f&uuml;r den Anschlagpunkt: Er muss mindestens 10 Kilo-Newton - also eine Tonne Gewicht - halten. Langsam l&auml;sst die Sicherungsmannschaft die beiden nach unten gleiten. Auch hier sorgt ein zus&auml;tzliches System f&uuml;r Sicherheit; selbst falls die Helfer auf dem Kran ihre H&auml;nde in die Taschen stecken w&uuml;rden, k&ouml;nnte nichts passieren, die &bdquo;Totmann- und Panikschaltung&ldquo; stoppt sofort den Abseilvorgang, wenn sie losgelassen wird. Einzige Herausforderung: Kurz vor dem touchdown muss die Sicherungsmannschaft Patient und Betreuer in Zentimeterarbeit an den Moniereisen vorbeinavigieren, die &uuml;berall aus dem Boden ragen. Touchdown, Kranf&uuml;hrer Matthias Ziegler grinst gelassen auf die Frage, wie er sich gef&uuml;hlt habe. &bdquo;War mal was Neues, au&szlig;en abzusteigen, komfortabler als die Leiter allemal.&ldquo; Wird eigentlich hier au&szlig;er mir niemandem schwindelig?<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Manchmal geht es auch bergab<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Als letzter Spot steht heute das Kletterparadies im Naturschutzgebiet Morgenbachtal auf dem Programm. Eine gute Gelegenheit, den Einsatz mit Schleifkorb und Flaschenzug zu trainieren. Wieder im Blaumann simuliert ein SEG-Mitglied einen verletzten Freizeitkletterer, der inmitten eines Ger&ouml;llfeldes weder vor- noch zur&uuml;ckkommt. Routine f&uuml;r die H&Ouml;REG. In wenigen Minuten ist das Sicherungsger&auml;t montiert, zeitgleich ist der First Responder bereits beim Patienten und versorgt ihn. Der lose Untergrund und das steile Gef&auml;lle von mehr als 30 Grad sind nicht gerade gute Bedingungen.</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2490.jpg"><img height="225" width="300" class="alignnone size-medium wp-image-176" title="dscn2490" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2490-300x225.jpg" alt="" /></a><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Daher ist f&uuml;r die Retter beim Herablassen des Schleifkorbs besondere Vorsicht angesagt, losgetretene Gesteinsbrocken k&ouml;nnten schnell bei Patient und Betreuer als Lawine enden. In diesem Fall haben sich die Samariter f&uuml;r den normalen Schleifkorb entschieden. F&uuml;r besonders &bdquo;Schwere F&auml;lle&ldquo; haben sich die Mainzer eine XXL-Version anfertigen lassen mit einer T&Uuml;V-gepr&uuml;ften Tragkraft von rund 1,6 Tonnen. </span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2498.jpg"><img height="150" width="200" class="alignnone size-medium wp-image-177" title="dscn2498" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2498-300x225.jpg" alt="" /></a><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Ein Tragen des Schleifkorbs mit Patient w&auml;re auf diesem Untergrund schlichtweg nicht m&ouml;glich. Kein Stein, egal wie gro&szlig;, gibt genug Halt. Die H&ouml;henretter bilden drei Teams: Das erste sichert oben am Abseilger&auml;t, Nummer zwei bedient den auf halben Weg montierten Flaschenzug und die dritte Gruppe bleibt beim Patienten. Auch wenn der Flaschenzug das angeh&auml;ngte Gewicht um das sechsfache reduziert: Es bleibt Knochenarbeit. Dennoch ist der Patient nach wenigen Minuten auf sicherem Terrain. Ein wenig abseits sitzt die &bdquo;Jury&ldquo;: Rech und Sch&uuml;trumpf haben es sich auf einem Felsen bequem gemacht und scheinen mit der Arbeit zufrieden. Einsatzbesprechung, ein Lob der Jury, einpacken, abfahren. <o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Doch Feierabend hat die Truppe noch lange nicht: Zur&uuml;ck auf der Wache wird jeder Ausr&uuml;stungsgegenstand, ob Seil oder Karabiner, penibel auf eventuelle Besch&auml;digungen gepr&uuml;ft und die Einsatzzeit im Ger&auml;tebuch dokumentiert. Ist auch nur eine Faser an einem Seil gerissen, ruft der H&auml;cksler. Grund genug, eine Tradition zu pflegen: Wer auf ein Seil am Boden tritt und riskiert, durch scharfe Steinchen oder Glaspartikel in der Schuhsohle das empfindliche Gewebe zu besch&auml;digen, gibt eine Runde selbstgebackenen Kuchen f&uuml;r alle aus. Seile sind teuer. Bei einem Meterpreis von bis zu vier Euro und einer L&auml;nge von 100 Metern gehen solche Unachtsamkeiten schnell ins Geld. Der allt&auml;gliche Verschlei&szlig; ist bereits hoch genug, ein Seil h&auml;lt bei den engen &Uuml;bungsintervallen gerade einmal ein Jahr. Insgesamt schl&auml;gt das Budget f&uuml;r die H&Ouml;REG pro Jahr mit rund 15.000 Euro zu Buche. ASB-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Tobias Dierker sieht darin jedoch eine gute Investition: &bdquo;Gemessen an anderen Sondereinheiten sind unsere H&ouml;henretter bescheiden. Man darf auch nicht vergessen, dass hier alle rein ehrenamtlich arbeiten und mit einem sehr hohen Engagement eine Einheit aufgebaut haben, die in Rheinland-Pfalz einzigartig ist. Das unterst&uuml;tzen und f&ouml;rdern wir nat&uuml;rlich.&ldquo; <o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Als Konkurrenz zu H&Ouml;REG der Feuerwehren im Umkreis sieht man sich jedoch nicht. Branddirektor Rolf Wachtel von der Mainzer BF bringt es auf den Punkt: &bdquo;Die H&Ouml;REG vom ASB kann sicherlich eine sinnvolle Erg&auml;nzung der Einsatzkr&auml;fte sein. Eine amtliche Zusammenarbeit besteht derzeit zwar noch nicht, aber Gespr&auml;che am runden Tisch &uuml;ber eine m&ouml;gliche Kooperation gibt es bereits.&ldquo; <o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Als Bonbon gibt&rsquo;s Mast<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Fr&uuml;h am n&auml;chsten Morgen geht es mit der ganzen SEG-Truppe ins Mainzer Stadion. F&uuml;r einige geht an diesem Tag ein Traum in Erf&uuml;llung: Abseilen von einem der Flutlichtmasten in die heiligen Trib&uuml;nen. Die Bedingungen sind optimal. Es weht gerade einmal ein zartes L&uuml;ftchen und selbst die M&auml;rzsonne meint es gut mit uns. Als Anschlagpunkt w&auml;hlen die H&ouml;henretter diesmal das Unterger&uuml;st der Trib&uuml;ne. Bedeutet: Die Seile m&uuml;ssen erst durch den Schacht des Flutlichtmasts auf die schmale Plattform in rund 30 Metern H&ouml;he gebracht werden. </span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2529.jpg"><img height="225" width="300" class="alignnone size-medium wp-image-178" title="dscn2529" alt="" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2529-300x225.jpg" /></a><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2570.jpg"><img height="113" width="150" class="alignnone size-medium wp-image-179" title="dscn2570" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2570-300x225.jpg" alt="" /></a></span>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2581.jpg"><img height="113" width="150" class="alignnone size-medium wp-image-180" title="dscn2581" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2581-300x225.jpg" alt="" /></a></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Die besondere Herausforderung f&uuml;r die H&ouml;henretter? Eigentlich keine. &bdquo;Das ist mehr so eine Art Bonbon f&uuml;r uns&ldquo;, erkl&auml;rt Sch&uuml;trumpf, &bdquo;welcher h&ouml;henrettende Fu&szlig;ballfan tr&auml;umt nicht davon, in dieser Kulisse zu arbeiten?&ldquo; Milton Scheeder gibt ein Zeichen, er ist soeben sicher auf der Trib&uuml;ne gelandet. Jetzt ist Sch&uuml;trumpf dran. Jeder darf heute mal, auch die Chefs. Fast im Minutentakt gleiten die H&ouml;henretter von der Plattform aus auf die R&auml;nge. Mal mit, mal ohne Patient. 16:0 f&uuml;r die Mainzer H&Ouml;REG. Dann geht es weiter zum n&auml;chsten Spot in die Mainzer Innenstadt.<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 16pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Gro&szlig;es Kino<span style="">&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Ich wusste nicht, dass man seine Fingern&auml;gel in Stahlbeton krallen kann. Man kann. Ich sitze in rund 20 Metern H&ouml;he auf einem kleinen Sims vor dem Gel&auml;nder eines Gro&szlig;raumkinoparkhauses und habe Angst. Keine gute Idee, schie&szlig;t es mir durch den Kopf. Keine gute Idee, selbst einmal den Patient zu spielen und sich abseilen zu lassen. Nach zwei Tagen habe ich so viel Vertrauen zu der Truppe, dass mich ein Akt unangebrachter Selbst&uuml;bersch&auml;tzung die Worte sprechen lie&szlig;: &bdquo;Ich tue es.&ldquo; Noch vor wenigen Minuten, als mir Sabine Lipp Brust- und Beckengurt auf dem Dach des Parkhauses angelegt hat, war mir zwar mulmig, aber ich war gefasst. </span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2644.jpg"><img height="200" width="150" class="alignnone size-medium wp-image-181" title="dscn2644" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2644-225x300.jpg" alt="" /></a><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Das war vor wenigen Minuten. Jetzt habe ich Angst und ich bin mir sicher, dass es nicht zu der Natur des Menschen geh&ouml;rt, sich von dem Sims eines Rheinland-Pf&auml;lzischen Mulitplexkinos in die Tiefe rutschen zu lassen &ndash; gesichert hin, gesichert her. Die 25-J&auml;hrige h&auml;ngt bereits vor mir an der Fassade und hat mich mehrfach gesichert. &bdquo;Lass einfach los, es ist ganz einfach, es kann nichts passieren!&ldquo; H&ouml;ren kann ich die Worte, ihnen zu folgen kommt mir nicht in den Sinn. Ich bin nicht bange, ich habe Angst. Das Adrenalin steht mir bis unter die Sch&auml;deldecke, mein Herzklopfen w&uuml;rde jede noch so tolerant eingestellt Alarmgrenze eines Pulsoxymeters sprengen. Ich mache den Fehler, nach unten zu sehen. Verschwommen sehe ich die Fahrzeuge der SEG und einige Schaulustige. Mir wird sofort schwindelig. Sabine Lipp f&uuml;hrt ihre gesamten p&auml;dagogischen F&auml;higkeiten ins Feld und redet ruhig, aber bestimmt auf mich ein. <o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Dann passiert es. Wie ich von dem Sims komme, wei&szlig; ich nicht. Mein Puls rast und mir bleibt die Luft weg. Nach wenigen Zentimetern Fall h&auml;nge ich im Gurt, umkralle mit der einen Hand das Seil und mit der anderen meine Retterin. Langsam und gleichm&auml;&szlig;ig schweben wir weg von der Fassade in Richtung Boden. Ich &ouml;ffne die Augen, bekomme wieder Luft. Nach wenigen Metern halten wir kurz an. Ich sehe zur&uuml;ck aufs Dach, die Sicherungsmannschaft winkt uns zu. Sanft schaukeln wir im Wind. Ich sehe &uuml;ber mich auf den Selbstsichernden Stahlkarabiner, an dem ich und mein Leben h&auml;ngen. Das Ding h&auml;lt. Sabine Lipp l&auml;chelt mir zu. Pl&ouml;tzlich wei&szlig; ich: Mir passiert nichts, ich beginne mich sicher zu f&uuml;hlen. </span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2673.jpg"><img height="113" width="150" class="alignnone size-medium wp-image-182" title="dscn2673" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2673-300x225.jpg" alt="" /></a><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Meine H&auml;nde zittern trotzdem noch, wir seilen vorsichtshalber die Kamera ab. Gleichm&auml;&szlig;ig gleiten wir weiter nach unten, bis uns helfende H&auml;nde in Empfang nehmen und sicher auf den Asphalt stellen. Wenn nur die Knie nicht so weich w&auml;ren. Ich tausche mit Malte Sch&uuml;trumpf Gurte gegen Zigaretten und lehne mich erst einmal ans Auto. Die Mannschaft macht sich bereit f&uuml;r eine &Uuml;bung mit Schleifkorb. Langsam finde ich wieder zu mir, ich f&uuml;hle mich gut, sortiere das eben Erlebte. Konfrontation in vivo pur. Irgendetwas in mir ist anders als vorher. Besser. Ich glaube, jeder sollte einmal die Erfahrung gemacht haben, wie es ist, wenn man sein Leben hilflos in die H&auml;nde Anderer geben muss.<o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Wenig sp&auml;ter ist die &Uuml;bung vorbei, die H&Ouml;REG verl&auml;sst geschlossen in V-Formation das Kino. F&uuml;r mich hei&szlig;t es Abschied nehmen, Abschied von einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Truppe. Als ich ins Auto steige, h&auml;ngt an meiner Jacke ein Stahlkarabiner, den Milton Scheeder mir &uuml;berreicht hat. Der Karabiner, an dem ich hing; und heute noch h&auml;nge.</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" class="MsoNormal"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2719.jpg"><img height="225" width="300" class="alignnone size-medium wp-image-183" title="dscn2719" alt="" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/10/dscn2719-300x225.jpg" /></a><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p></o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Pünktlichkeit ist eine Zier …doch später kommt man ohne ihr</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 14:10:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Steffens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glossen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Menschen, die P&#252;nktlichkeit und Zuverl&#228;ssigkeit f&#252;r etwas halten, das immer nur den anderen passiert. Mit wehenden Haaren und Zahnpastaresten im Mundwinkel tauchen diese Nerven strapazierenden Zeitgenossen mit gehetztem Blick auf, um eine dieser immer wieder kehrenden Plattit&#252;den von sich zu geben: &#8222;Ich musste noch kurz dieses oder jenes&#8230;die Bahn, du wei&#223;t ja&#8230;&#8220; Keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Menschen, die P&uuml;nktlichkeit und Zuverl&auml;ssigkeit f&uuml;r etwas halten, das immer nur den anderen passiert. Mit wehenden Haaren und Zahnpastaresten im Mundwinkel tauchen diese Nerven strapazierenden Zeitgenossen mit gehetztem Blick auf, um eine dieser immer wieder kehrenden Plattit&uuml;den von sich zu geben: &bdquo;Ich musste noch kurz dieses oder jenes&hellip;die Bahn, du wei&szlig;t ja&hellip;&ldquo; Keine Entschuldigung, die nicht schon so abgegriffen w&auml;re wie das Treppengel&auml;nder im Glockenturm des Ulmer M&uuml;nster.   </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besonders beliebt ist auch der ganz gelassene Typ. W&auml;hrend bei allen Wartenden die Nerven bereits blank liegen, biegt seine L&auml;ssigkeit - als sei selbstverst&auml;ndlicher nichts auf der Welt - mit schlurfenden Hacken um die Ecke und wirft noch ein &bdquo;Hey, Tranquillo, alles locker!&ldquo; in die Runde. Der Zeitpunkt zum Freundesmord scheint gekommen.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch alles ist f&uuml;r irgendetwas gut; so schaffen diese zeitlich irregef&uuml;hrten Geister schlie&szlig;lich auch Gemeinsamkeiten. Es schwei&szlig;t im wahrsten Sinne des Wortes zusammen, wenn man im &uuml;berf&uuml;llten H&ouml;rsaal in der Uni mit der gesamten Fahrgemeinschaft eng an eng auf den Treppen sitzen muss, weil der Terminplan entsagende Kommilitone erst noch auf rasch duschen musste. Gro&szlig;artig! Ein gruppendynamisches Erlebnis, auf das man jederzeit verzichten kann. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch ein Kinobesuch verliert deutlich an Attraktivit&auml;t, wenn man, obwohl Vorfilm und Werbung heuer mehr als eine halbe Stunde in Anspruch nehmen, die ersten Minuten des Films verpasst, weil im gesch&auml;tzten Freundeskreis wieder jemand sein mediterranes Zeitverst&auml;ndnis zelebrieren musste.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kommen diese Menschen jeden Tag eine halbe Stunde zu sp&auml;t zur Arbeit? Nein! Verpassen sie daheim den Anfang der Lindenstra&szlig;e im Fernsehen? Nicht um eine Minute! Als logische Konsequenz bliebe eigentlich nur, diesen Rabauken auf immer die Freundschaft zu k&uuml;ndigen; doch h&auml;ufig haben gerade diese Leute andere Eigenschaften, die sie durchaus sehr liebenswert machen und meist eine Bereicherung sind. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der P&uuml;nktliche ist der Leid Tragende. So bleibt schlussendlich nichts anderes, als sich mit auff&auml;llig gewordenen Bummelanten nur noch an Orten zu verabreden, an denen es in unmittelbarer Reichweite Speisen und Getr&auml;nke gibt; und auf Empfangsm&ouml;glichkeit des Mobiltelefons zu achten. Irgendwann ruft einer dieser Zeitmanagementverweigerer an, um seine Versp&auml;tung anzuk&uuml;ndigen und sich daf&uuml;r im Vorfeld daf&uuml;r zu entschuldigen. Irgendwann. Bestimmt.</p>
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		<title>In eigener Sache</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 16:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glossen]]></category>

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		<description><![CDATA[Glossen zu schreiben ist ein Traum. Ein Alptraum. Wahrscheinlich denken Sie, liebe Leserinnen und Leser, Ideen f&#252;r Themen und sprachlichen Witz fliegen einem Autor bei jeder sich bietenden Gelegenheit nur so zu. Genug Zeit f&#252;r Kreativit&#228;t und kurzweiliger Freizeitgestaltung. Man muss ja nur seine Narretei mal eben zu Papier bringen und ist in wenigen Minuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Glossen zu schreiben ist ein Traum. Ein Alptraum. Wahrscheinlich denken Sie, liebe Leserinnen und Leser, Ideen f&uuml;r Themen und sprachlichen Witz fliegen einem Autor bei jeder sich bietenden Gelegenheit nur so zu. Genug Zeit f&uuml;r Kreativit&auml;t und kurzweiliger Freizeitgestaltung. Man muss ja nur seine Narretei mal eben zu Papier bringen und ist in wenigen Minuten fertig. Doch fertig ist man lediglich mit den Nerven.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als Verfasser von Glossen bewegen Sie sich in einem st&auml;ndigen Wechselbad der Gef&uuml;hle. Liebe und Hass geben sich Verzweifelung und Leidenschaft in einem fort die Hand; Sie geraten in einen immer enger werdenden Strudel, der Sie in den tiefen See des Wahnsinns hinunterzieht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ruhe und m&uuml;&szlig;ige Gedanken geh&ouml;ren zu etwas, an das Sie sich nur noch wage erinnern k&ouml;nnen. Glauben Sie nicht, man k&ouml;nnte noch den Dingen des t&auml;glichen Lebens nachgehen, ohne von einer krankhaften Schreibsucht getrieben zu werden. Glauben Sie nicht, man k&ouml;nnte aus der Dusche kommen, ohne mit nass triefenden Haaren ein geharnischtes Pamphlet &uuml;ber Duschvorh&auml;nge zu schreiben. Oder nur eben etwas in den Keller stellen, ohne sich bereits auf dem Weg zur&uuml;ck Gedanken zu machen, wie Sie diese moderigen Verliese verunglimpfen k&ouml;nnen. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist manchmal mehr ein Fluch als ein Geschenk. Gro&szlig; ist das Privileg, sich selbst und andere ungestraft in aller &Ouml;ffentlichkeit auf die Schippe nehmen zu d&uuml;rfen; gro&szlig; ist auch der Preis, den man daf&uuml;r zahlt. Ich will nicht immer witzig sein. Ich will auch mal in mich gekehrt und missmutig vor mich hinbrummelnd mein verdientes Bier am Tresen anstarren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Allein: Man l&auml;sst mich nicht. Immer wieder bringen einen die lieben Mitmenschen auf die famosesten und skurrilsten Ideen. Die Folge ist ein Wust aus vollkommen un&uuml;berschaubaren Bierdeckeln und Zettelchen, auf denen die wunderlichsten Notizen stehen. Wahnsinn mit Methode. Alles f&uuml;r die Glosse. Neulich habe ich im Fernsehen die Werbung f&uuml;r eine Joghurtschokolade mit Erdbeerst&uuml;ckchen gesehen. Die Lippenbekenntnisse der jungen Frau r&uuml;hrten mich zu Tr&auml;nen; endlich wusste ich, dass es da drau&szlig;en jemanden gibt, der mir so &auml;hnlich ist: Ich stehe n&auml;mlich auch manchmal nachts auf und schreib mir eine. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neulich war ich kurz davor, endg&uuml;ltig durchzudrehen. Um nicht vom Wahnsinn getrieben in einem kuschelig gepolsterten Gemach einer Anstalt zu enden, habe ich mich dazu entschlossen, an einem nudistischen Entspannungs- und Selbstfindungsseminar teil zu nehmen. Meine letzte Rettung, schien mir. Das Seminar hat mein Leben ver&auml;ndert, ich bin ein ganz anderer Mensch geworden. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nachdem wir ausgiebig mit Halbedelsteinen beworfen wurden, um die negativen Energien auszumerzen, sollten wir nun die Augen schlie&szlig;en, an nichts denken und uns selbst finden. Ich fand mich. Mit aufgerissenen Augen auf die illustre Runde starrend. Ich war nackt, alle anderen waren nackt und wir lagen mit den F&uuml;&szlig;en zur Mitte des Raumes gerichtet auf eierschalfarbenen Bastmatten mit Elefantenmotiven. Schnell ritzte ich mir mit den Fingern&auml;geln noch einige Notizen in die Hornhaut meines rechten Fu&szlig;es und rannte schreiend auf die Stra&szlig;e.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn sie ein gro&szlig;es Herz haben und mich mit Zigaretten, Geb&auml;ck und einer aktuellen Tageszeitung verw&ouml;hnen wollen &ndash; geben Sie die Sachen einfach beim Pf&ouml;rtner ab; Besuch darf ich leider noch nicht empfangen.</p>
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		<title>Lang lebe Lübke!</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 15:41:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Goldfisch Lübke]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#160;
&#160;
Liebe Freunde des schr&#228;gen und skurrilen Humors,
&#160;
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da isser: Der L&#252;bke. Grotesk, satierisch, un&#252;bertroffen fischig.&#160; 


Mehr zum Buch unter:

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www.goldfisch-luebke.de
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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/12/titelblatt.jpg"><img height="300" width="218" class="alignnone size-medium wp-image-255" title="titelblatt" alt="" src="http://www.medienbuero-dortmund.de/wp-content/uploads/2008/12/titelblatt-218x300.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: small;">Liebe Freunde des schr&auml;gen und skurrilen Humors,</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: small;">&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: small;">da isser: Der L&uuml;bke.</span> <span style="font-size: small;">Grotesk, satierisch, un&uuml;bertroffen fischig.&nbsp; <br />
</span><span style="font-size: small;"><br />
</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Mehr zum Buch unter:<br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: x-large;">www.goldfisch-luebke.de</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
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